Honorare – kein Buch mit sieben Siegeln. Wonach richten sich Honorare in der Beratungslandschaft?
Für Anbieter, Verbraucher und Unternehmen bestehen unterschiedlich deutliche Kenntnisse über die vielgestaltige Honorar-Landschaft. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild.
Was darf gute Beratung kosten? Was kostet sie den Berater? Was ist sie wert?
Honorar für Beratungsleistungen

Honorar ist der Teil auf der Waagschale, der sich am Gegengewicht misst. Wenn beides miteinander ins Lot und in den Einklang kommen soll, bedarf es beider Pole: Preis und Qualität.
Es geht sogar um ein dreifaches Beziehungsgefüge:
Auftraggeber – Auftragnehmer – Auftrag.
Worauf sollte der Auftraggeber bei der Honorargestaltung u.a. achten?
– Versteht der Berater mein Anliegen und ist er der richtige für die Lösung? (Stichworte Auftragsklärung, Komplexität der Beratungsleistung im Spannungsfeld von Person, beruflicher Rolle, Organisation/Unternehmen sowie umgebendes Handlungsfeld/Kundensystem)
– Was brauche ich, um Vertrauen zu dem Berater entwickeln zu können? (Stichworte Beziehungsaufbau, Transparenz, Verfahren)
– Hat der Berater eine fundierte Ausbildung? (Stichworte wissenschaftliche Ausbildung, praxisorientierte Ausbildung, Praxiserfahrung)
– Was tut der Berater für seine Qualität? (Stichworte Fortbildung, Berufsverband, Expertise, Eigene Supervision, Ombudsstelle)
– Hat der Berater auf unterschiedliche Anliegen auch unterschiedliche Ansätze zu bieten? (Stichworte Beratungsplanung/Systemdesign, Methodenkompetenz)
– Wie hält er es mit der Nachhaltigkeit? (Stichworte Zwischen- und Endauswertung, Erreichbarkeit, Verantwortung)
– Wie flexibel (zeitlich, örtlich, sachlich) kann der Berater auf das Anliegen des Auftraggebers eingehen? (Stichworte Eigene Räumlichkeiten, kurzfristige Termine, Tages- und Mehrtagesveranstaltungen möglich, Einsätze beim Kunden, individuelles Verfahren)
– Wie ist der Berater vernetzt? (Stichworte Kollegen, Angestellte, Netzwerke)
– Was umfasst das Honorar? (Stichworte Berechnung von Hauptleistungen, Berechnung von Nebenleistungen, Sonderleistungen)
– Lebt der Berater von seiner Tätigkeit oder ist es ein Nebenerwerb? (Stichworte Haupterwerb oder Nebenerwerb, umsatzsteuerpflichtig, Ressourcen des Beraters, Ist Ihr Anliegen sein Tagesgeschäft? Wie ist er inhaltlich und praktisch „im Stoff“?)
Meine Gestaltung des Honorars
Bei meiner Honorargestaltung berücksichtige ich die unterschiedlichen Faktoren des Auftraggebers (Selbstzahler? Auftraggeber Unternehmen/Organisationen beim Dreiecksvertrag? Komplexität des Anliegens? Notwendige Vereinbarungen zur Zielerreichung? Deckungsbeitragsrechnung …). Mir ist der Nutzen – und auch der wirtschaftliche Nutzen – beim Auftraggeber ein Anliegen und in diesem Sinne auch die Nachhaltigkeit. Und auch dafür bin ich mein Honorar wert. Fragen Sie nach einem kostenfreien Kontakttermin!
Honorarrichtlinien
Die DGSv hat keine eigenen Honorarrichtlinien verabschiedet. Der spezifische Einzelfall (Auftraggeber – Auftragnehmer – Auftrag) bildet die Grundlage für das Honorar.
Andere Coachingverbände haben Honorarrichtlinien erlassen, z.B.
European Coaching Association Honorarrichtlinien 2010
Der Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt gibt einen Honorarrahmen für Wirtschaftsmediation vor.
BMWA Honorare 2012 (siehe § 8)
Umfragen und Meinungen zur Honorarfrage:
Coaching Report Honorarempfehlungen
Übrigens: Es ist ein Gerücht, dass Coaching eigentlich Co-aching geschrieben werden müßte, weil es auf mehreren Seiten schmerzt. Ein Preis schmerzt nur dann, wenn er sein Geld nicht wert war. Und da bewahrheitet sich die Weisheit meiner Oma beim Einkaufen eines neuen Mantels: „Für billig haben wir kein Geld, für „preis-wert“ schon!“ Das ist aus Kundensicht ein veritabler Gradmesser für Nachhaltigkeit, meine ich aus guter Erfahrung.
