Supervision in einer Kita (Kindertagesstätte) betrifft viele Themen: Team, Führung, Bildung, Kibiz, Zeitmanagement, QM, Köpfe, Familienzentrum u.v.m.
Supervisoren, Erzieherinnen, pädagogische Fachkräfte, Eltern, Träger, Politik, Familien, Schulen, Jugendamt alle wollen eines in der Kita: das Bestmögliche für das Kind.
Kita – Supervision als eine Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Damit Kinder nicht zu kurz kommen, müssen auch die Notwendigkeiten der Betreuenden in den Rahmen passen. Kriegen die Beschäftigten keine Luft mehr, kommen auch die Kinder in der Kita zu kurz.
Als Mann in der Kita. Ich denke an meine eigene Kindergartenzeit. Bilder, die bleiben. Ich denke an Erfahrungen in Praktikum und Studium der Sozialarbeit. Ich las kürzlich, dass zunehmend mehr Männer eine Ausbildung zum Erzieher beginnen. Männliche Fachkräfte, Hilfskräfte und Praktikanten kommen auf einen relativen Anteil von 4,1 Prozent (2013). In NRW 3,28 Prozent (2013). Ich finde, dass der Parameter Männeranteil in der Kita auch etwas über unsere Gesellschaft aussagt. Über den Verbleib und die Fluktuation von Fachkräften liegt mir keine Zahl vor. Zeitnot, Gruppenstärke, Inklusion, U3, Lärmpegel und Stress sind Faktoren, die Fluktuation in der Kita begünstigen. Da gilt es, einen kühlen Kopf über einem weitem Herzen zu haben. Kitas sind Lebens- und Arbeitsorte, die weiblich geprägt sind. Erzieherinnen gehören eher zu einer bescheidenen Berufsgruppe, die sich eher weniger berufspolitisch vernetzt und aus wenig viel machen kann.
Team und Leitung
Ich ziehe den Hut vor der Kompetenz, die ich als Gast und Supervisor in Kitas erlebe. Deshalb solidarisiere ich mich ausdrücklich mit einer sehr guten fachlichen Arbeit und wünsche dieser gesellschaftlichen Aufgabe bessere Rahmenbedingungen.
Supervisoren bekommen den Frust der Beschäftigten über die Rahmenbedingungen ab. Zur kritischen Distanz gehört aber auch, mit neuem Blick auf Menschen, Entwicklungen, Strukturen und Prozesse zu schauen. Manchmal wie die Kleinen: das Kleine und Besondere würdigen. Und manchmal stecken Teams einfach fest und wissen nicht so recht, wie es weitergehen kann. Auch das eine Aufgabe für Supervisoren.
Für mich als Supervisor ist die Vielfalt meiner Kunden eine Bereicherung. Sie schärft und weitet den Blick. Und ich bin der festen Überzeugung, dass „der Sozialbereich“ genauso von „der Wirtschaft“ lernen kann wie umgekehrt. Und in den anderen Lebens- und Arbeitsbereichen gilt es ebenso. Wir lernen am besten vernetzt. Global denken und lokal handeln.
In Kitas komme ich immer gerne zurück. Alleine schon in dankbarer Erinnerung an meine damalige Erzieherin.
Frühe Bildung 2/2014 – NUBBEK und Qualität in der Kindertagesbetreuung im Spiegel des Deutschen Bildungsservers
Bildungsserver.de/Fruehe-Bildung-2-2014
Berufsverband für Erzieherinnen und Soziale Arbeit in NRW
ErzieherIn.de – Das Portal für Frühpädagogik
